Nach Jahren der Planung, konnten wir am 20. Juli 2025 unser neues GLF und die neue TS feierlich segnen!
Am Sonntag, dem 20. Juli, fand in Ternberg und Trattenbach ein festlicher Höhepunkt statt, der die dreitägigen Feierlichkeiten würdig abschloss: die Segnung des neuen Großlöschfahrzeugs (GLF) und der neuen Pumpe. Nach dem traditionellen Brauch des Reifenwaschens am Freitag und dem beeindruckenden Steilbewerb am Samstag, versammelten sich zahlreiche Gäste im Festzelt, um diesen besonderen Anlass zu feiern.
Kommandant Rainer Großmann begrüßte eine Vielzahl von Ehrengästen, die der Veranstaltung eine besondere Bedeutung verliehen. Unter den Anwesenden befanden sich der Landesfeuerwehrkommandant und Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Robert Mayer, der Bezirksfeuerwehrkommandant Feuerwehrrat Wolfgang Mayr, der Abschnittskommandant-Stellvertreter ABI Christoph Hochpöchler sowie die Nationalratsabgeordnete Maga Katrin Auer, die Landtagsabgeordneten Maga Regina Aspalter und Sabine Engleitner-Neu, und Bürgermeister Günther Steindler mit seinem Stellvertreter Franz Wasserbauer. Auch viele Kameraden der umliegenden Feuerwehren verschönerten das Fest mit ihrerAnwesenheit.
Besonders erfreulich war der Besuch der befreundeten Feuerwehrkameraden aus Levico Terme, Italien, sowie der Feuerwehr Trattenbach aus Niederösterreich, die dem Fest einen internationalen und kameradschaftlichen Glanz verliehen. Diese Begegnungen unterstrichen die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.
Im zweiten Programmpunkt des Festakts stellte Helmut Steindlegger, der gemeinsam mit Franz Eibenberger federführend in der Projektleitung war, mit viel Humor die technischen Details und die Beschaffung des neuen Fahrzeugs vor. Seine Ausführungen erweckten großes Interesse und sorgten für eine lebhafte Atmosphäre unter den Gästen.
Der feierliche Höhepunkt des Tages war die Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeugs und der Pumpe durch Dipl.-Pastoralassistentin Anita Aigner, die als Pastoralvorständin der Pfarre Ennstal fungiert. Ihre bewegenden Worte würdigten das Engagement der Feuerwehrleute und hoben die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes hervor, das für Zusammenhalt und Sicherheit in der Gemeinschaft unerlässlich ist. Ein weiterer wichtiger Teil des Festakts war die Ehrung verdienter Kameraden. Helmut Steindlegger und Franz Eibenberger wurden mit der Florianmedaille in Bronze (III. Stufe) für ihren Einsatz bei der Fahrzeugbeschaffung ausgezeichnet, während Michael Eibenberger die Bezirksmedaille in Silber (II. Stufe) für seine besonderen Verdienste und jahrelanger Leitung der Feuerwehrjugend erhielt. Diese Auszeichnungen spiegeln die Wertschätzung für das Engagement und die Leistungen der Feuerwehrmitglieder wieder.
Mit den Grußworten der Ehrengäste ging der offizielle Teil der Feier in einen gemütlichen Frühschoppen über, der musikalisch von der Feuerwehrmusik Trattenbach umrahmt wurde. Bei herrlichem Sommerwetter und in geselliger Runde hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den Tag in vollen Zügen zu genießen und die Gemeinschaft zu feiern. Die Veranstaltung endete in fröhlicher Stimmung und hinterließ bei allen Anwesenden bleibende Erinnerungen an ein gelungenes Fest.
In Anspielung auf den am Tag zuvor durchgeführten Steilbewerb
„…steil bergauf…..ihr seit eine tolle Feuerwehr, habt eine Feuerwehrmusik, eine starke Einsatzmannschaft, eine Jugendgruppe! Ihr habt eine tolle (technische) Entwicklung, ihr macht euch über Sicherheit ganz-ganz viele Gedanken die dem Bürger zugutekommen und ihr habt tolle Projekte umgesetzt, habt nie aufgegeben sondern der Weg ist immer nach vorne gegangen…….steil bergauf…….und so sehe ich auch die Entwicklung eurer Feuerwehr!"
„….in Wirklichkeit feiern wir heute nicht das neue Auto, das neuen Gerät. Sondern wir feiern euch……jede und jeden die ihr mehr tut als ihr tun müsstet und die ihr euch in der Feuerwehr engagiert! Und wir feiern mit euch eure Partnerinnen und Partner, eure Familien die euch den Freiraum und die nötige Zeit geben und unterstützen……damit das alles gelingen kann und dass ihr helfen könnt…..!“
„…..so ein Fahrzeug ist eine Anschaffung für die Zukunft, aber kein Sorglospaket - das Finanzielle muss geregelt sein, ist aber nicht das Wichtigste……das sind die Kameradinnen und Kameraden die das Fahrzeug beüben und besetzen, denn im Ernstfall brauchen wir diese Leute und nicht die Finanzkraft…..“
Geschätzte Ehrengäste, liebe Kameradinnen und Kameraden, werte Trattenbacherinnen und Trattenbacher und alle Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Trattenbach!
Was lange währt wird endlich gut! Sagte am Freitag beim Reifenwaschen schon unser Bürgermeister und ein paar Jahre früher der römische Dichter Ovid. Der war vermutlich auch Feuerwehrmann und für die Beschaffung der ersten römischen Feuerlöschamphoren zuständig….
Von mir gibt’s aber jetzt die Kurzversion:
„Unser LFA wird 30 Jahre alt und muss bald getauscht werden“ Das war in der Kommandositzung am 7. Jänner 2016.
Bald darauf machten wir die ersten Besuche bei Feuerwehren mit neuen LFA’s und im Herbst 2017, knapp 2 Jahre später erfolgte der ersehnte Grundsatzbeschluss des Gemeinderates.
Es folgten 3 Jahre der Ungewissheit: Mehrfache Aufrollung der GEP, diverse Besprechungen der Kommandanten, der Gemeinde und dessen -räte stellte uns immer wieder vor neue Tatsachen.
Im Gespräch waren sogar mal der zweite Tank für Ternberg mit KLF - dann wieder nur KLF oder dann besser noch was Kleineres. Dann siegte aber die Vernunft und wir konnten uns über die Planung eines neuen Löschfahrzeuges machen.
Den einfachen Weg über das Normfahrzeug konnten wir aufgrund gravierender Nachteile dieses Fahrzeuges (für uns), leider nicht gehen. Einfach ist einem gebürtigen Trattenbäcker …….. sowieso zu wenig!
Flux wurde eine 6-köpfige Arbeitsgruppe gegründet und ein Ausschreibungsbüro beauftragt, welches eine europaweite Ausschreibung machte. Am 30.Mai 2022 dann die Angebotseröffnung am Gemeindeamt.
Der einzige Anbieter von 7 Downloads - die Firma Seiwald macht's! Obwohl wir alle Anbieter gleich bewerteten, war die Fa Seiwald aufgrund Ihrer gefinkelten Lösungen, sauberen Produkte und der Flexibilität, doch unser heimlicher Favorit.
Jetzt geht’s los!
Die Welt stimmte wieder für uns - ab Herbst 2023 sitzen wir im neuen Auto! - Dachten wir!
Die Corona-bedingten Lieferprobleme machten es notwendig, dass wir zwar einen LKW bekamen, aber halt nur das Fahrgestell. Um dieses nicht der Witterung auszusetzen, stellten wir es bei uns ein Jahr lang in die Garage.
Heuer (2025) Jänner - Februar begannen dann endlich die Vorarbeiten und der Aufbau wurde in Angriff genommen. Ende Mai brachten wir unsere Geräte nach Hallein zum Einbauen, dann ein paar Besuche noch von uns……und jetzt……. Jetzt steht er da!
Vor uns steht das Ergebnis: ein MAN 14-320 im Feuerwehrtypischen Rot.
Genauer gesagt ein 17 Tonnen Fahrgestell mit Singlebereifung und Blattfedern. 320PS, Automatik Schaltgetriebe und eine Rundumkamera!
Für die 100 Kilometer Forststraßen in unserem Einsatzgebiet ist so ein solides Fahrgestell ein großer Vorteil.
Am vorderen Ende ist eine 5 Tonnen Elektroseilwinde angebaut, am hinteren Ende können 50 B Schläuche bei langsamer Fahrt ausgelegt werden.
Mit den gerollten Schläuchen haben wir nun fast 1200 Meter Schlauchmaterial mit.
Der Schritt vom geplanten LF-A zum jetzigen GLF war klein – die Schaumausrüstung entfällt und die notwendigen Akkugeräte, Wärmebildkamera usw. hatten wir sowieso eingeplant.
Viele Forststraßen, viel Wald. Die zunehmende Zahl an Vegetationsbränden und die Tatsache das da jede Minute zählt, aber vor allem meinem Dickschädel ist es zu verdanken, dass wir eine Schnellangriffseinrichtung und 300 Liter Wasser mitführen. Leider nur 300 Liter, aber so sind nun mal die Vorgaben in OÖ…….
Besser gerüstet sind wir nun auch für Forstunfälle und für andere sozusagen verzwickte Probleme!
Und zwar mit Hebekissensatz, Hydraulischem Kombigerät und Rettungszylinder.
Ein Lichtmast und eine tolle Umfeldbeleuchtung in LED-Ausführung macht ein Arbeiten, ohne lautem Aggregat, jetzt möglich!
Das waren mal so die Highlights, die Aufzählung der anderen über 400 Geräte und Werkzeuge erspare ich euch lieber!
Erwähnen möchte ich noch, dass wir zur Entscheidungsfindung 23 Fahrzeuge und Feuerwehren besuchten - dazu ca 2500 km in Salzburg und Oberösterreich umherfuhren. Mit den 12 Fahrten zur Firma Seiwald und den 4 zum Ausschreibungsbüro legten wir über 7600 Kilometer zurück. Nicht erfasst sind die unzähligen Fahrten die zur Gerätebesorgung dienten (Firma Scheureder in Eberstalzell, Steyr, Linz).
Aus heutiger Sicht wage ich zu sagen, dass die 1,5 – 2 Jahre Verzögerung, auf das Ergebnis, eine ziemlich positive Auswirkung hatte. Zum einen die Umstellung LFA auf GLF, dann überzeugten uns die Vorteile einer Einbau Kreiselpumpe als Schnellangriffseinrichtung, anstelle der geplanten 250 Bar Löschanlage. Das faktisch geschenkte Hydraulische Gerät und die Abstützungen kamen in dieser Zeit dazu!
Und nicht sehr überraschend verweigerte auch noch die fast 35 Jahre alte Pumpe immer öfter ihren Dienst und so kommt es, dass wir heute unsere Anita um Gottes Segen für gleich 2 Geräte bitten können!
Ein Anliegen ist es mir nun, mich zu bedanken! Und es kommt viel Dank: An erster Stelle beim Team für die tolle Zusammenarbeit: Bei Kilian, Albert, Michael, Rainer, Reinhard, später auch Thomas und bei Franz unserem Ehrenkommandanten – dazugekommen ist er eher so wie die Jungfrau zum Kinde: Anfänglich „eh nur als Berater“ engagiert, zeigte sich bald, dass wir die zwei sind, die die Fäden ziehen.
Entweder hat man uns so vertraut oder waren wir so unausstehlich!
Ein Beispiel unseres Vorgehens: ich war von irgendwas begeistert, Franz hat dann seine Bedenken geäußert - wir erarbeiteten dann eine perfekte Lösung und das Kommando sagte dann ja oder ja.
Gut Erinnern kann ich mich noch an unseren gemeinsamen Urlaub in Kärnten, 2021 so um die Zeit wie jetzt, als wir gemeinsam die erste Geräteliste erstellt haben. Herzlichen Dank Franz! Danke auch dem alten und dem neuen Kommando -fürs JA SAGEN.
Unserem Bürgermeister Günther, danke für die gute Zusammenarbeit und deine diplomatische Art Probleme zu lösen. Ich bin mir sicher, die paar jetzt noch offenen Dinge, wie TS-Finanzierung, Restbetrag an die Gemeinde, werden wir sicher auch noch zu einem guten Ende bringen.
Danke auch den Technikern des Landesfeuerwehrkommandos für die bereitwilligen Auskünfte in der Planungsphase und die „reingezwickte“ Abnahme vorgestern, dass wir hier heute ein ……. quasi fertiges GLF stehen haben. Danke für Eure Aufmerksamkeit!